Unglück vor Giglio: Für über 4000 Passagiere und Besatzungsmitglieder nahm eine geplante Kreuzfahrt ein jähes Ende
Am Abend des 13. Januar ist das Kreuzfahrtschiff “Costa Concordia” vor der toskanischen Küste durch einen Felsen komplett aufgeschlitzt worden. In wenigen Stunden ist es leckgeschlagen und hat sich auf die Seite gelegt. Bisher wird von 17 Toten gesprochen, wobei es auch viele Verletzte gab. Nach Angaben der Präfektur der Stadt Grosseto handelt es sich bei den bislang bekannten Toten um fünf Deutsche, vier Franzosen, drei Italienern, zwei Peruanern sowie jeweils einem Ungarn und einem Spanier.
16 weitere Passagiere werden laut einer veröffentlichten Liste der Präfektur noch vermisst, darunter sieben Deutsche. Da sich die havarierte Costa Concordia aber zu stark bewegt, mussten die Taucher vorerst abgezogen werden, die nach den Vermissten suchen.
Von allen Seiten wird der Kapitän Francesco Schettino scharf kritisiert. Ihm wird vorgeworfen, nicht nur das 290 Meter lange Schiff zu nah an die Insel Giglio gesteuert zu haben, sondern auch nach Eintreten des Unglücks sein Schiff, die Besatzung und alle Passagiere einfach im Stich gelassen zu haben.
Nach solchen Unglücken in der Geschichte der Kreuzschifffahrt wird die Frage laut, wie sicher diese Art zu reisen ist. Faustus Eberle steht diesem Thema wie viele andere sehr skeptisch gegenüber. Modernste Technik und die neuesten Navigationsgeräte helfen kaum, wenn Schiffsbrüchen menschliches Versagen zugrunde liegt.

